Marginales

Revue de littérature et de critique sociale

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[pétition]

Worte hinter Gittern

Aufruf zur Freilassung von Jean-Marc Rouillan

lundi 27 octobre 2008

Gerade wurde der Freigängerstatus von Jean-Marc Rouillan vom Gericht widerrufen. Er wurde wieder verhaftet, weil er gegen die Auflagen verstoßen hat, sich nicht zu den Zusammenhängen zu äußern, derentwegen er verurteilt worden war, was bedeutet, dass der französische Staat ihm faktisch jede Ausdrucksmöglichkeit verweigert. Das Widerspruchsverfahren läuft. Es ist dringend notwendig, für seine Freilassung zu mobilisieren.

Petition zur Unterstützung Jean-Marc Rouillan


Seit 2001 hat Jean-Marc Rouillan neun Bücher (Romane und Berichte) veröffentlicht. Sie sind von einem Schriftsteller und einem Menschen, der sich der Klasse der Unterdrückten zugehörig fühlt und eine Nähe zur proletarischen Literatur hat, über die Henry Poulaille sagte : „Wir brauchen nur in unseren Erinnerungen zu schöpfen, um die Wirklichkeit zu zeigen ohne sie zu verändern, wie wir sie seit unserem Eintritt in die Welt erlebt haben, um ein revolutionäres Werk zu schaffen.“ Die erneute Verurteilung von Rouillan ist symbolisch für diesen so oft in der neueren oder früheren Geschichte gezeigten Willen der Macht, eine freie Meinungsäußerung des Volkes zu verhindern. Und die intellektuelle Öffentlichkeit kann die Meinungsfreiheit nicht mit Füßen treten lassen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Wie könnte sie sich nicht dem anschließen, was der Schwede Stig Dagerman schrieb und was immer wieder von dem neuen Nobelpreisträger Le Clezio zitiert wurde :

„Es existiert ein Vorwurf, der viel mehr als jeder andere begründet ist : das Fehlen an Stellungsnahme des Schriftstellers im sozialen Kampf. Der Dichter muß verstehen, dass es nicht ausreicht zu sagen, die Literatur sei eine Welt für sich. Er darf auch nicht mit Tränen in der Stimme sagen, dass er frei bleiben will, denn niemand kann so „frei“ sein, dass er nicht für die Unterdrückten Partei nimmt in ihrem Kampf gegen die Unterdrücker, die, egal wie man es nennen will, eine objektive Tatsache bleiben werden, solange das heutige Gesellschaftssystem bestehen bleibt. In diesem Zusammenhang, von Freiheit zu sprechen, ist Synonym für Faulheit, Feigheit oder Gleichgültigkeit. [...] Alle Reformen und soziale Utopien erscheinen in einem Weltsystem nichtig, wo die einzige sichere Sache der Bankrott scheint. Und doch, geht es sich darum, sich gegen diese Ordnung zu verteidigen, sogar sie zu bekämpfen, auch wenn man sich tragischerweise bewusst ist, dass diese Verteidigung wie der Angriff nur symbolisch sein können und doch notwendig sind, wenn man nicht aus Scham sterben will.“

Wir rufen alle Schriftsteller, Philosophen, Verleger, Filmemacher, Künstler, Journalisten, alle, die mit der Zensur konfrontiert sind, auf, gegen dieses Verbot, das gegen einen französischen Schriftsteller verhängt wurde, Stellung zu beziehen und diesen Text zu unterschreiben und diesen Aufruf weiter zu verbreiten. Sie können uns auch Ihre Unterstützung mit kurzen Texten bezeugen, die diesem Appell beigefügt werden.


Wir betrachten die erneute Inhaftierung von Jean-Marc Rouillan als Angriff auf das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Wir sind empört darüber, wie die Ausführungen von Jean-Marc Rouillan von einigen Medien und vom Gericht interpretiert wurden.

Wir erheben uns gegen seine erneute Inhaftierung auf und fordern seine bedingungslose Freilassung.


Les mots en marche

Postanschrift : Les Billardes - 04300 Forcalquier


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